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Kommentar zu aktuellen Fragen 
 
Weihnachtsgruss 23.12.13
   
Gerne benütze ich das bevorstehende Jahresende, meinen Lesern für ihre Treue  und Kommentare zu danken. Den verschiedenen Fragestellern betreffend  die  Abstimmung  am 9. Februar 2014 über die SVP Initiative, antworte ich folgendes. Getreu dem Kampfe seit 1992 gegen das supranationale Europa werde ich ein grosses Ja in die Urne legen. Die Bilateralen Verträge werden in Brüssel nur dazu benützt, die Schweiz in die Knie zu zwingen, sie finanziell auszubluten und sie ihrer freien Verhandlungsfähigkeit und damit ihrer Stellung als ein unabhängiger, demokratischer und weltweit anerkannter neutraler Staat zu berauben. Die Bilateralen Verträge werden nur dazu benützt, der Schweiz zu diktieren und zu drohen statt zu verhandeln. Wenn die EU den Mut hat diese Verträge ganz oder teilweise zu künden, dann verliert sie mehr als wir und wir sollten uns sagen „Lieber ein Ende mit Schrecken als ein Schrecken ohne Ende“. In diesem Sinne wünsche ich uns allen ein schweres aber auf dem Wege zu mehr Freiheit erfolgreiches 2014!
   
Mit Schwarz-Rot in Deutschland wird es eng in Europa 20.12.13
   

I

Viele Völker und Länder hofften die fortschrittlich denkende und glanzvoll wiedergewählte Kanzlerin Merkel werde mit einer schwarz-grünen Koalition eine neue Ära für die trostlosen Zustände auf unserem Planeten in die Wege leiten. Statt dessen hat sie Macht und wirtschaftlichen Fortschritt zum Ausbau der EU als einentscheidender Player auf der Weltbühne gewählt. So erklärte sie als Nr. 1 ihres Programms für die nächsten 4 Jahre die nunmehr unverzüglich an die Hand zu nehmende definitive Vollendung der EU. Ein straff in sich zusammengefügtes Gebilde. Ein wirtschaftlich respektierter Machtfaktor und ein immer mehr gesuchter Partner zur Sicherstellung von Ordnung und Frieden auf unserer von Revolutionen, Bürgerkriegen, Raub, Hunger und Elend geschüttelten Welt.

II

Ganz allgemein scheint man der Meinung zu sein, Europa könne es sich nicht mehr leisten, wie bis anhin, den jetzt immer noch, aber recht mühsam vorherrschenden Grossmächte, wie die USA, Russland,  Grossbritannien, Japan, neuerdings China, Indien, Südamerika zu überlassen, zusammen mit den an sich recht machtlosen internationalen Organisationen, für Ruhe und Ordnung zu sorgen. Wenn diese Staaten und Organisationen zwar der Meinung sind, ohne ihre Bemühungen wäre alles noch viel schlimmer, so genügt das doch bei dem nunmehr masslos gewachsenen Chaos einfach nicht mehr… Geht es der schwarz-roten Koalition in Deutschland wirklich nur darum mit einer bis aufs äusserste gestrafften EU neue Kräfte für den Kampf gegen das Chaos unserer Welt bereit zu stellen, oder geht es um das, was bereits mehrere Male in der Geschichte unseres Kontinents (letztmals 1933-45) der effektive Grund war, nämlich die Bildung eines Europäischen Einheitsstaates: Die Schaffung des IV Reichs in Europa unter der Führung von Deutschland mit Frankreich als Junior-Partner.

III

Was immer die Ziele der neuen Regierungskoalition in Deutschland sein mögen, der bereits bestehende Vertrag von Lissabon, der nichts anders als eine etwas abgeschwächte Version der  vom früheren französischen Präsidenten Giscard d’Estaing redigierten Europa-Verfassung ist, trägt allzu deutlich die Züge einer supranationalen, vollständig undemokratischen und autokratischen Konstruktion. Leider müssen wir Schweizer auf dieser Welt als unabhängiger Staat und eine direkte Demokratie mit immer mehr nicht demokratisch regierten Ländern und Völkern Beziehungen pflegen. Wir tun dies, um auf diese Weise ein möglichst friedliches Zusammenleben zu ermöglichen. Wir hoffen, auf dem Wege guter wirtschaftlicher und freundschaftlicher Beziehungen mit allen Völkern und Ländern zur Linderung von Not und Elend beitragen zu können. Wir können dies aber nur tun, solange wir in der Lage sind, unsere völkerrechtlich anerkannte bewaffnete Neutralität aufrecht zu erhalten (Westfälischer Frieden 1648 und Pariser Frieden 1815 in dem ausdrücklich gesagt wurde, dass die Neutralität der Schweiz für den Frieden in Europa notwendig sei.).

IV

Sollte es Bundeskanzlerin Merkel wirklich gelingen, die EU zu straffen und tut sie das im Sinne der jetzigen Lissabonner Struktur, dann dürfte es für jedes unabhängige Land in Europa sehr eng werden. Dagegen würde zum Beispiel nicht einmal das System Bilateraler Verträge helfen. De facto ist die Schweiz bereits heute zu einem viel zu grossen Teil in die EU. Gesetzgebung integriert (einseitige Übernahme 1992 der bereits damals bestehenden EU Gesetzgebung). Die Bilateralen Verträge bieten davor keinen wirklichen Schutz. De facto verhandelt die EU heute gar nicht mehr mit der Schweiz, sondern sie fühlt sich uns gegenüber so stark, dass sie nur noch Forderungen stellt und mit Kündigung der Bilateralen Verträge für alles und jedes droht. Sie übersieht dabei allerdings, dass gerade Deutschland industriell und forschungsmässig noch ziemlich stark von uns abhängig ist.

V

Gerade die Vorfälle bezüglich der Ukraine zeigen, dass Bundeskanzlerin Merkel auf immer mehr Schwierigkeiten bei den mitteleuropäischen EU-Staaten stossen dürfte. Dabei könnte auch sie auf einmal entdecken, dass eine unabhängige und neutrale Schweiz nützliche Dienste zu leisten vermag. Gleich wie kürzlich bei den Problemen im Nahen Osten, wo man den Nutzen eines neutralen Vermittlers und Treffpunkts (Genf) wieder zu schätzen gelernt hat. Wir sind also nicht nur als Finanzplatz nützlich, sondern auch zur Anbahnung von Kontakten, ganz zu schweigen von der Hilfe bei einer wirksamen humanitären Hilfe. Sollten die Kanzlerin und ihr französischer Partner bei der Verwirklichung Ihrer Straffungspläne bei der EU die gleichen Reaktionen wie zum Beispiel in Griechenland oder neuerdings Polen, Rumänien und anderen Balkanstaaten oder in Skandinavien, sogar ganz in der Nähe in Luxemburg, erleben, dann könnte es auch für sie recht eng werden. Besonders wenn es zu Hause rumort und ihr bei ihrer Wahl im Bundestag über 40 Stimmen aus den eigenen Reihen fehlten. Auf jeden Fall kann sie auf kontinuierliche Proteste aus den Reihen ihres französischen Partners zählen.

   
Schwarz-Grün in Deutschland – Funken für mehr Umweltschutz weltweit?! 13.10.13
   

 

I

Der wirtschaftlich Aufschwung hat unseren nordöstlichen Nachbar zu einer führenden Kraft in Europa und damit auch in unserer sehr kranken Welt gemacht. Materialismus in Reinkultur und ausschliesslich auf Macht und Gewinn ausgerichtete Gruppierungen haben nicht nur unseren Planeten von vielen wichtigen Kräften ausgelaugt, sondern auch uns Menschen als Genuss- und Arbeitssklaven auf die Dauer zu hoffnungslosen Burnout-Kandidaten gemacht...

Wir haben verlernt alles Materielle geistig zu durchdringen uns so ein Gleichgewicht zwischen Geist und Materie sicherzustellen. Eben das Gleichgewicht, das, wie die neuesten Forschungen behaupten, dank dem Gottesteilchen (die Entelechie - Ganzheitskasualistik -nach dem Philosophen Hans Driesch 1867-1941) die Grundlage von jedem Leben sein soll.

II

Was immer die letzte Wahrheit ist, alle Menschen auf unserem Planeten haben an sich selber erfahren, dass Materie und Geist wiederum in ein besseres Gleichgewicht zu bringen sind, weil nur so ein besserer Schutz unserer Umwelt vor Raubbau unsere Bodenschätze und Schäden an unserer Umwelt insbesondere Luft, Wasser, Wetter, Menschen ,Tieren und all den zahllosen unsichtbaren Lebewesen sichergestellt werden kann.

Seit Jahren haben Forscher und Wissenschaftler Berge von Wissen und Können über all das, was unsere Welt nach Faust < in seinem Innersten zusammenhält > zusammengetragen. Wir kennen die Schäden und Gefahren, die aus unsere materialistischen Gier- und Habsucht oder aus blossem Zwang zum überleben heraus entstanden sind. Wir kennen aber auch die Tausenden von Abhilfen, die es für diese Schäden gibt.

III

Das immer wieder von den führenden Kreisen unserer Welt zum Nichtstun angerufene vollständig unsinnige Wort der Realpolitik, sollte endlich einmal aus dem Vokabular der Regierenden, der Politiker und vor allem der grossen und geldgierigen Wirtschaftsführer gestrichen werden.

Und damit sollten wir zunächst einmal bei uns selber für die kleinen Dinge unseres Alltags (zum Beispiel beim Licht und Wasser konsumieren oder bei unseren Millionen Tonnen Müll) anfangen. So wie das vor Jahren von einer leider inzwischen vergessenen Organisation Moralischer Aufrüstung (Rearmement Morale) mit ziemlich viel Erfolg, besonders auch in der Schweiz gepredigt wurde.

IV

In der Französischen Revolution wurde wiederholt die These vertreten, dass eine echte Demokratie nur dank einer möglichst umfassenden Pluralität, in der jede einzelne Stimme gleich viel zählt wie auch die Stimmen noch so grosser und starker politischer Gruppierungen. Die Missachtung dieses Grundsatzes in der deutschen Bundesverfassung hat mit der Begrenzung auf mindestens 5% einer politischen Gruppierung , um im Bundestag Einsitz nehmen zu können, zu dem Dilemma geführt, in dem sich Bundeskanzlerin Merkel heute befindet. Für eine Koalition stehen ihr lediglich die SPD, die Extremroten unter Gysin und die Grünen zur Verfügung.

V

Eine grosse Koalition mit der SPD ist politisch am wahrscheinlichsten, wäre aber ein grosser Fehler. Irgendwie ein bereits bekannter Leerlauf – alter Schnee würden viele Deutsche selber sagen.

Mit den Kommunisten des ursprünglichen Schweizers Gysin wäre rein praktisch gesehen vielleicht etwas positives möglich, wenn die jüngsten Entwicklungen in den klassisch kommunistischen Ländern , besonders Russland näher unter die Lupe genommen werden.

Die Grünen in Deutschland haben relativ gut abgeschnitten. Das zeigt, dass gerade in Deutschland, in dem heute wirtschaftlich stärksten europäischen Land, wo die Menschen irgendwie am eigenen Leibe erfahren, was ein allzu forsches (brutales) materialistisches Vorgehen für die Umwelt an Gefahren in sich birgt.

Als starke Siegerin könnte es sich die Bundeskanzlerin, wenn sie wirklich an einen raschen und dringenden, ja vorrangigen Umweltschutz glaubt, leisten, die Grünen als schwachen Koalitionspartner zu wählen. Diesen besonders auf der Führungsebene aufzubauen, ihre starke Stellung in der EU dazu benützen, um zum mindesten den bereits weltweit beschlossenen Massnahmen, den vielen Worten endlich weltweit Taten folgen zu lassen.

Wenn sie das mit der gleichen Tatkraft tut , wie bisher in den Finanzfragen , könnte es ohne weiteres dazu kommen, dass sie in die Geschichte eingeht nicht nur als die grosse Reformerin Europas, sondern als eine der ersten Retterinnen unseres armen, sehr, sehr kranken Planeten.

   
Giftgas im Syrienkonflikt - US-boys gut genug um Kastanien aus dem Feuer zu holen. 26.08.13
   

I

Seit bald mehr als einem Jahrhundert hat sich die Welt daran gewöhnt, bei gefährlichen nicht mehr von den betroffenen Staaten und Regionen alleine lösbaren Konflikte, die USA nicht nur um Hilfe zu bitten, sondern kategorisch einzufordern. Seit die UNO besteht ist dies zur Gewohnheit geworden. Nebst dem ausserordentlich hohen Blutzoll hatte die US-Wirtschaft auch noch die äusserst hohen Kosten der dem jeweils modernsten Stand anzupassenden militärischen Ausrüstung (natürlich  Made in USA) des jeweiligen Partners sowie dessen Landesversorgung zu tragen. Was jeweils dieses reiche Land an den Abgrund seines Ruins brachte.

Wenn dann genug von den sonst hämisch belächelten, meistens sehr jungen Boys der amerikanischen Streitkräfte an all den verschiedensten Fronten unserer nicht zu Ruhe kommen Welt zu Hunderten, ja Tausenden ihr Leben für sie oft nur am Rande oder gar nicht betreffenden Konflikte für den Frieden geopfert hatten, war sehr bald wieder alles was von USA kam falsch, kindisch oder selbstsüchtig. Die meistens selber direkt für den Konflikt verantwortlichen Staaten, Völker und Menschen erteilten wieder lautstark den Amerikanern  Ratschläge und Verwarnungen über ihr Verhalten in allem und jedem auf dieser Welt.

II

Ein Land, das von dieser Situation schamlos und vollständig rücksichtslos Gebrauch gemacht hat, sind die heutigen Russen bzw., was von der alten Sowjetunion noch vorhanden ist. Wenn Aussenminister Lavrov nach Tausenden von Toten und bald eine Million von Flüchtlingen im Syrienkonflikt mit erhobenem Finger vor dem voreiligen (dreimal unterstrichen) Eingreifen gegen die erwiesene Benützung vor Giftgas warnt, mit gravierenden (<gravissimistes> ist seine verussischte Wortwahl)Folgen für die US und die Welt warnt, dann soll doch sein Land die von dem Sicherheitsrat der UNO geforderte Polizeiaktion durch führen. Schliesslich gehört doch Syrien mit den russischen Trabanten Iran und Irak in einer vor allem von den Russen dominierten Region.

Barak Obama sollte sich sicher nicht seiner bisher kritisierten zögernden Haltung schämen. Er hat alles Recht dazu. Sollen doch die lautstark kritisierenden und sich trotz ihrer friedens- und menschenrechts feindlichen Wühlarbeit gegenüber dem Westen als friedensliebend bezeichnenden Russen in ihrer Region für Ruhe und Ordnung sorgen.

III

Wie bei der Beendigung des kalten Kriegs im letzten Jahrhundert schliesslich die Russen klein beigeben mussten ist einmal mehr für sie der Zeitpunkt gekommen, mit dem Missbrauch ihres Vetorechts im UN-Sicherheitsrat aufzuhören und die angebotene amerikanische Hilfe anzunehmen. Denn wie in der Vergangenheit wären sie auch diesmal nicht in der Lage, alleine mit solchen Volksaufständen, Rebellionen und Bürgerkriegen fertig zu werden. Und ihre kontinuierliche Wühlarbeit zur Verhinderung von jeglichem friedlichen Zusammenleben von Ländern und Menschen hat besonders auch mit der Unterstützung kriegs– und eroberungssüchtiger islamischer Splittergruppen fast überall zu blutigen Konflikten geführt.

Und wenn man schon auf der anderen Seite an der bequemen standesgemässen Behandlung als Mitglied einer Friedensorganisation festhält, dann sollte man zu mindesten den Anstand haben, bei den für den Frieden wichtigen Abstimmungen im Sicherheitsrat auf sein Vetorecht durch Stimmenthaltung zu verzichten.

   
Auf was können wir Schweizer heute noch stolz sein? Für den 1.08.13
   
I

Den Franzosen geht es wirtschaftlich nicht allzugut, aber am 14. Juli konnten sie auf ihre Armee stolz sein. Nicht nur wegen dem vorzüglichen Eindruck ihrer Militärakademien mit den sportlichen, intelligent und zielbewusst marschierenden Studenten (Männer und recht viele Frauen), sondern auch wegen den braven von blutigen Kriegsfronten zurückgeholten Soldaten, vorab die immer wieder beeindruckenden Fremdenlegionäre, die fantastische Luftwaffe und die kriegsgeübten Fallschirmspringer. Gesunde, junge Menschen, die bereit sind überall auf der Welt für Freiheit und etwas mehr Menschenrechte ihr Leben zu opfern.

In Grossbritannien, wo tausende von Menschen Tage und Wochen auf die Geburt des inzwischen geborenen Thronfolgers George warteten und dadurch in einen das ganze Land erfassenden Freudentaumel und eine tsunamiartige Welle von purem patriotischen Stolz gestürzt wurden. Und in Brasiien der Besuch von Papst Franciscus, der Millionen gerade auch junger und armseliger Menschen in einen religiösen geistig moralischen Taumel und Rausch stürzte fern von all den sonst so üblichen materialistischen geldgierigen Genüssen unserer permissiven Gesellschaft. Ägypten, wo, wie in der ganzen arabischen Welt, um die minimalen Bürgerrechte täglich tausende von besonders jungen Menschen bereit sind mit nichts anderem als ihrem Blut zu kämpfen. Gleich wie überall sonst, wo das Geld die Macht hat und ehrliches Geld nur mit dieser immer brutaleren Macht erhältlich ist und so zum Goldenen Kalb, dem leider von vielen angebetenen Götzen unserer Zeit, geworden ist.

II
Als alter Bürger eines Landes, das sich heute als eine der wenigen noch bestehenden direkten Demokratien rühmt, sitze ich stundenlang vor dem Fernseher, lese alles was ich finden kann und spreche mit jedem, der mir zuhören will, um herauszufinden, was denn noch an der Mär einer direkten, wehrfähigen, neutralen und humanitären Demokratie wahr ist.

Ein Land, in welchem der neuerdings höchste Gott, eben das Goldene Kalb, seinen Hauptsitz in einem der bisher wichtigsten Finanzplätze der Welt aufgeschlagen hat. Deshalb, so wird uns das eingeredet, gehe es uns besser als der Mehrzahl der anderen Völker und Länder. Das stimmt, aber nur deshalb weil sich alle für das Funktionieren einer direkten Demokratie verantwortlich Stellen und Menschen irgendwie von ihrer vorgesehenen Verantwortung abgemeldet haben:

*Das Stimmvolk stimmt für das, was ihm von den uns alle erfassenden Medieneingeredet wird. Wer nicht einverstanden ist, der zieht sich immer mehr in die stets grösser werdende schweigende Mehrheit zurück.

*Die Medien gehorchen in allem und jedem, den hinter ihnen stehendenSuperreichen und deren weltweit dominierenden Klüngel in der Politik, der Wirtschaft, der Verwaltung und allen gesellschaftlichen Einrichtungen.

*Besonders kontrollieren die Superreichen und deren Klüngel alle demokratischen Einrichtungen wie Parlamente bzw. Parlamentarier, Regierungen und deren Verwaltungen.

*Ebenso kontrollieren sie alle Boden- und Naturschätze, alle industriellen und wirtschaftlichen Produktionsmittel, Forschung und Erfindungen, Transporte und alle öffentlichen Dienstleistungen und sozialen Einrichtungen.

III
Dass die Macht der Superreichen auch in der Schweiz unsere direkte Demokratie zu einer leeren Fassade gemacht haben, ist mir an der letzten Club-Sendung von SRF 1 (23.07.13) so richtig durch eine ganz kurze Intervention eines der ganz Reichen bewusst geworden. Dem Sinn nach sagte er, dass man als Milliarden reicher Mann im Grunde nie verlieren könne. Man könne in diesem Bereich mit Milliardenbeträgen das Auf und Ab kontrollieren. Die Reichen sollten sich deshalb ihrer Macht und Verantwortung bewusst werden und entsprechend handeln.

Das ist sehr positiv, aber wie so oft wird das auch wirklich beherzigt? – Sicher nicht, wenn sogar dieser Reiche der Meinung war, man sollte wieder mehr auf den Mittelstand achten und die erzieherische Wirkung der allgemeinen Wehrpflicht nicht unterschätzen. Immer mehr politische Kreise finden unsere Volksarmee als einen alten Zopf, der nur viel Geld koste und ohnehin nicht mehr zu dem gehöre, auf was wir stolz sein können. Dabei war unsere Wehrfähigkeit vor noch nicht allzulange Zeit die Basis unserer Neutralität, beides Dinge, auf die sich allzu viele Schweizer heute nicht mehr allzuviel einbilden.

Dafür ist für viele Ausländer, und nicht nur die Armen und Flüchtlinge aus der ganzen Welt, die Schweiz ein Paradies, ein Land, in dem sich gut leben lässt.
Kann man auf so etwas überhaupt noch stolz sein, wenn es sonst überall Millionen von Menschen nicht nur schlecht geht, sondern überhaupt ein Überleben gar nicht mehr möglich ist?

Nein, auf jeden Fall kein Grund am 1. August in einen überbordenden, patriotischen Taumel, mit Feuerwerk, schönen Reden, viel Alkohol, Drogen, Gejohle, Tam Tam und sonst alle Belustigungen unserer permissiven Gesellschaft zu fallen.

IV
Die Zeit der Besinnung ist gekommen. Die Zeichen dafür sind unzählig und deutlich genug. Wenn das Leben in der Schweiz von den anderen zum Vorbild genommen wird, so wäre es vielleicht an uns, zur moralischen Erneuerung, zur Schlachtung des Goldenen Kalbs aufzurufen und mit dem guten Beispiel voranzugehen nicht, wie die Franzosen am 14. Juli 1789 mit dem Ruf nach Freiheit Gerechtigkeit und Brüderlichkeit sondern heute am 1. August 2013 mit dem Ruf für Freiheit, Frieden und viel geistig-moralischer Fortschritt für alle.

   
Asylanten ja, aber nur wenn sie unser Gastrecht respektieren zur Abstimmung am 9. Juni 2.06.13
   

I

Die Schweiz ist überaltert und wird es mit jedem Jahr mehr. Wir sind deshalb an einer kontinuierlichen Einwanderung vor allem auch jüngerer Menschen interessiert. Wir sind ohnehin ein typisches multi-kulti Land, das fremde Menschen gerne bei sich aufnimmt und mit diesen relativ gut zurecht kommt. Wir bieten nicht nur Intellektuellen, sondern auch allen anderen arbeitssuchenden Menschen eine vielfältige Ausbildung und Arbeit. Wirtschaftlich können wir jedem einen Arbeitsplatz garantieren.

Als ein wirklich neutrales Land haben wir uns stets bemüht , den zahllosen armen und hilflosen Menschen von überall auf der Welt Zuflucht und eine neue Heimat im Rahmen unseres eng begrenzten Raumes und der beschränkten Boden- und Naturschätze zu geben. Humanitäre Hilfe war bereits vor unserer international anerkannten Neutralität (1648 Westfälischer Frieden und 1815 Pariser Friedensvertrag) ein Fundament unserer Aussenpolitik. Der beste Zeuge dafür ist das Internationale Komitee vom Roten Kreuz.

II

Ein grosser Teil der zu uns geflüchteten Ausländer haben unser Land bereichert und haben oft unsere Stellung als eine unabhängige Willensnation besser verkörpert als alt eingesessene Schweizer. Ganz einfach deshalb, weil sie aus Länder flüchteten in welchen Gewalt, Terror und Willkür vorherrschten. Sie schätzen deshalb Recht und Ordnung. Toleranz und Solidarität bei uns und sind bereit, sich dafür einzusetzen.

Leider haben die weltweite Verrohung seit den zwei letzten Weltkriegen , das sich über die ganze Welt ausbreitende , immer besser organisierte Verbrechertum und die durch unsere permissive Überfluss-Gesellschaft verdorbenen Menschen, besonders auch der Jugend, zu einem sinn- und ziellosen Dasein geführt. Nur noch rohe Gewalt scheint für diese Menschen Länder und Staaten das einzige Mittel zu sein, mit einem solchen Dasein fertig zu werden. Und so kommen immer mehr dieser ziellos verlorenen Menschen, vermischt mit echten Flüchtlingen, an unsere Grenzen.

III

Den Weizen vom Spreu zu trennen war seit jeher eine schwierige, aber auch harte Arbeit. Nur einfache, klar und konsequent angewandte Regeln vermögen da Ordnung zu bringen. Beim Spreu, wie bei den Menschen.

Wir gewähren relativ leicht und grosszügig Flüchtlingen Gastrecht. Aber wer das durch ein pöbelhaftes, ungebührliches, unkooperatives oder trickreiches Verhalten missachtet, ist von Anfang von den anderen Asylsuchenden zu trennen und zu kontrollieren. Wer Recht  und Ordnung missachtet ist vordringlich in Gewahrsam zu nehmen, um ihn nach einem kurzen Schnellverfahren so rasch wie möglich auszuweisen. So jedenfalls tönt es neuerdings aus dem Schengen Europa. Die EU hat offenbar genug von dem kriminellen Tourismus und dem Missbrauch der Schengener Freizügigkeit.

Für die Schweiz heisst das, das wir vermehrt in den Genuss von Asylanten kommen, die uns unsere Nachbarn in Missachtung von Dublin einfach über unsere Grenze gewissermassen zur weiteren Verwendung zustellen. Weitere Verwendung heisst, dass diese Asylanten hier bei uns ihr Unwesen treiben, unauffindbar verschwinden oder dann für viel Geld unserer Steuerzahler ausgeschafft werden müssen.

IV

Unterschätzen wir nicht die Gefahr eines vermehrten durch strenge EU-Massnahmen bewirkten Zustroms ehrlicher, leider aber auch immer mehr krimineller Flüchtlinge. Da diese in der Regel nur aus der EU kommen können und sich die EU herzlich wenig um unsere Flüchtlingsprobleme ( im Gegensatz zu unserem Bankenproblem) kümmert, müssen wir einmal mehr zu raschen autonomen Massnahmen greifen. Was für die Abstimmung am 9. Juni vorgeschlagen wird, ist nicht viel, aber es sind immerhin einige bereits vorgesehene, aber jetzt etwas klarer formulierte disziplinarische Massnahmen. So wie sich die drohenden Gefahren am Asylantenhimmel abzeichnen, sagen wir ja zu diesen wenn auch mageren Massnahmen.

Viel wichtiger ist, dass die politischen Parteien, das Parlament und vor allem der Bundesrat gleichzeitig und äusserst dringend folgende Massnahmen prüfen:

1. Verdoppelung unseres Grenzwachtkorps, um diese nachbarlichen EU-Geschenke an nicht zulässigen Flüchtlingen bereits beim Auftauchen an unserer Grenze abstoppen zu können.

2. Eine mit zusätzlichen Mitteln des Bundes unter einheitlicher Leitung massive Verstärkung der kantonalen Polizeikorps, zur systematischen Fahndung nach jedem nicht ordnungsgemäss angemeldeten Flüchtling , ob kriminell oder ehrlicher Asylant.

3. Jeder Flüchtling, der gegen das ihm gewährte Gastrecht durch sein Verhalten verstösst, muss einem wirksam überwachten Aufenthalt bis zum Entscheid seiner Zulassung oder Abweisung als Asylant unterstellt werden.

   
Braucht die Schweiz eine Volkswahl des Bundesrats? 25.05.13
   
I

An sich wäre die Volkswahl des Bundesrats als die Spitze unserer Exekutive eine logische Folge der von der französischen Revolution übernommenen Gewaltenteilung in Exekutive, Legislative und Justiz moderner Demokratien. Ursprünglich vorgesehen als einander gleichberechtigte Gewalten, jede mit ihren klar begrenzten, sich ergänzenden aber auch gegenseitig kontrollierenden Auf gaben unter der obersten Aufsicht des eigentlich Souveräns, dem Stimmvolk.

Getreu dem der schweizerischen Eidgenossenschaft zugrundeliegenden Prinzipgemeinschaftlicher Ausübung jeder staatlicher Gewalt sind Exekutive, Legislative und Justiz nicht Einzelpersonen (Fürsten, Präsidenten, Statthalter usw.) sondernKollegialbehörden anvertraut worden: der siebenköpfige Bundesrat, die aus Nationalrat (200 Mitglieder) und Ständerat (46 Kantonsvertreter) bestehende Bundesversammlung und das oberste Bundesgericht (38 Bundesrichter). Getreu dem Prinzip der direkten Demokratie werden sowohl die Mitglieder der Bundesversammlung als auch die Bundesrichter in der Regel vom Volk (mit Ausnahmen bezüglich der Ständeräte einiger Kantone) gewählt.

II

Aus verschiedenen, allerdings kaum stichhaltigen Gründen, wurde in unseren geltenden Bundesverfassungen jeweils die Einzelwahl von jedem Mitglieds des Bundesrats durch die Vereinigte Bundesversammlung vorgesehen. Damit wurde eindeutig die Exekutive von der Legislative, und damit von dem Willen der Parteien, abhängig gemacht. Nach Fleiner/Giacometti (Bundesstaatsrecht, 1949 zum hundertjährigen Jubiläum der schweizerischen Bundesverfassung, Polygraphischer Verlag, Zürich, S. 571) „ist eine solche Abhängigkeit von der Bundesverfassung gewollt. Als oberste vollziehende und leitende Behörde…. bildet der Bundesrat das eigentliche Regierungsorgan der Eidgenossenschaft, sowie die Spitze des aus Hunderten von Spezialisten bestehenden Bundesverwaltungsapparates.“

Bereits eine Machtfülle, die durch die Rolle des Staatsoberhaupts, aber auch durch das Vollmachtenregime während der zwei letzten Weltkriege und der zunehmenden Komplexität der Sach– und Organisationsfragen gegenüber dem immer noch nominal aus Nicht-Berufspolitikern bestehenden Parlament verstärkt wird. Die von der Verfassung gewollte Unabhängigkeit des Parlaments würde durch eine Volkswahl noch mehr geschwächt werden. All die im Sinne eines gemeinsamen Vorgehens zum Wohle des Landes während Jahren adoptierten Regeln wie Proporz. Konkordanz, eine aktive Fraktionsdisziplin und die zahlreichen parlamentarischen Kommissionen zur Kontrolle der Tätigkeit der Exekutive würden durch eine Volkswahl die Mitentscheidung der Parteien und der hinter ihnen stehenden Kreise, Mächtegruppen und Klüngel wesentlich abbauen. Daran kann auch die Möglichkeit von Referendum und Initiative nicht viel ändern. Man denke nur an den nach 1992 ohne Volksbefragung erfolgten massiven einseitigen Einbau von Eurorecht in die schweizerische Gesetzgebung.

III

Schliesslich glaubten Fleiner/ Giacometti bereits zu ihrer Zeit nicht an die Fähigkeit des Stimmvolks, eine vernünftige Auswahl der für den Bundesrat geeigneten Persönlichkeiten zu treffen. Sie sagen dazu:

„Endlich aber kommt die Einsicht in die Eignung der Kandidaten einem parlamentarischen Organ, das die Kandidaten regelmässig aus eigener Anschauung kennt, in höherem Masse zu, als unverantwortlichen Wahlkomitees im Lande herum.“

Heute müsste man beifügen, dass dank der unheimlichen Vernetzung mit Nachrichten und Informationen über Fernsehen, Internet, Handys, Facebook und die erdrückende Medienfülle wohl kaum ein Stimmbürger sich über mangelnde Informationen betreffend einen Kandidaten beklagen kann. Sicher ist aber auch, dass es immer weniger Bürger gibt, die sich ein einigermassen wahrheitsgetreues Bild über einen Kandidaten machen können. Sie sind darauf angewiesen, das zu sehen was ihnen von denjenigen vorgekaugelt wird, die dafür am meisten Geld, Glanz und Gloria zu bieten vermögen.

Und doch gibt es immer noch viele Bürger, die irgendwie aus ihrer ganzen Haltung zum Staat, zu ihrem Land und den anderen Mitbürgern gegenüber spüren, was echt und was hohl ist. Sogar oder gerade auch unsere jungen Stimmbürger, die ja zu Routiniers beim Umgang mit den modernen Kommunikationsmitteln geworden sind, spüren sehr rasch was nicht echt ist. Und bei den älteren Bürgern sollten endlich die sonst eher Wahlurnen-Scheuen aufwachen, einfach spontan, gewissermassen aus dem hohlen Bauch heraus ihre gegenüber einem Kandidaten empfundene Meinung sagen.

IV

Nicht nur dann stimmen, wenn sie sicher sind, dass sie gewinnen werden. Abstimmungen sind kein Lotto, sondern gerade in der direkten Demokratie (die wir ja alle immer noch sein wollen, es aber kaum mehr sind) ein gemeinsames Denken und Entscheiden, wo jeder Bürger aus seiner Individualität heraus offen und spontan sagt was er inbezug auf die betreffende Abstimmungsfrage denkt. Ob gut oder schlecht – besser ein Entscheid als gar Keiner!

Kein Machtkampf, wie das heute in den meisten Ländern, leider auch in der Schweiz der Fall ist, sondern das Suchen einer von den meisten Beteiligten tragbaren Lösung. Ein Zusammengehen (concordare – Konkordanz) mit dem alleine einer Beherrschung durch eine Partei, eine Gruppe von Parteien oder in Wirklichkeit die Beherrschung durch die meistens hinter den Parteien stehenden Macht- Geltungs- und Geldsüchtigen und unter sich vernetzten Gruppierungen und Persönlichkeiten Halt geboten werden kann. Dass die Mehrheit der schweizerischen Stimmbürger so denkt , hat sie bei der Minder-Abstimmung gezeigt – man hat genug von den Grossen und Mächtigen die auf Kosten der Arbeit der anderen noch mächtiger und reicher werden wollen.

V

Auch in der Schweiz hat dieser politische Machtkampf sehr bedenkliche Ausmasse angenommen . Das heisst nichts anderes als dass der Zeitpunkt für die Volkswahl des Bundesrats und damit die Gleichberechtigung der Exekutive mit den beiden anderen Gewalten gekommen ist!

Jeder Bürger der an unsere direkte Demokratie glaubt, sollte am 9. Juni zur Volkswahl des Bundesrats JA sagen und sich dafür einsetzen, dass in Zukunft für derartige Abstimmungen alle Bürger unter Strafandrohung zur Teilnahme besonders bei der Wahl der zukünftigen Bundesräte verpflichtet werden. Zudem wäre der Konkordanz in dem Sinne Rechnung zu tragen, dass Ständerat und Nationalrat gemeinsam eine Liste von Dreimal die Zahl der zukünftigen Mitglieder des Bundesrats dem Volk zur Abstimmung unterbreiten.

   
Eröffnung der Baselworld in einem neuen prachtvollen Gewand 01.05.13
   

Als einer der Gründer der Europäischen Uhren- und Schmuckmesse, heute die Baselworld, war es mir natürlich ein Bedürfnis, trotz meiner 92 Jahre, nach Basel zu pilgern.

I

Den Architekten ist es gelungen, für eine der heute bedeutsamsten, weltweit tätigen Messegesellschaften einen prachtvollen und würdigen Hauptsitz zu schaffen. Bei der alten Muba träumten wir noch davon, es werde einmal gelingen, die verzettelt auftretenden und einander bekämpfenden schweizerischen Messeplätze zusammen zu fassen, was dann nach der Umwandlung der alten Muba in die CH-Messen AG vor allem dank dem leider allzu früh verstorbenen Präsidenten Robert Jeker relativ rasch verwirklicht werden konnte. Dabei hat die schweizerische Uhren- und Bijouterie-Industrie viel Mut bewiesen, als wir bei der alten Muba ab 1972 die Europäische Konkurrenz und später von 1984 an auch diejenige aus der ganzen Welt als Aussteller zugelassen haben.

Wie schwierig und wichtig dies für den Ausbau des Messeplatzes Basel war, konnte niemand besser beurteilen, als Robert Jeker, der mir mit Brief vom 10. März 2012 dazu folgendes sagte:

<Man kann sich heute kaum mehr vorstellen, wie revolutionär und schwierig es war, die Muba für ausländische Produkte und Aussteller zu öffnen und wie pionierhaft für die Entwicklung des Messe. Unternehmens es war, dass die EUSM (Europäische Uhren- und Schmuckmesse- Name vor der Bezeichnung Basel World) aus der Muba ausgegliedert und verselbstständigt wurde. Es war das Beispiel für zahlreiche weitere Fachmessen, die in der Muba gross und grösser wurden,>

Wie sehr sich dieser damals heftig kritisierte Schritt gelohnt hat wird uns allen heute von der imponierend präsentierten Baselworld gezeigt. Und 1987, meinem letzten Geschäftsjahr, hatte die bereits 1984, zusammen mit dem neuen Kongresszentrum der Messe, der Welt geöffneten selbstständigen Europäischen Uhren- und Schmuckmesse <mit 1819 Aussteller aus 22 Ländern, auf einer Bruttofläche von 91 000 qm, Nettostandfläche 46 676 qm und etwa 100 000 Besucher bei 85 317 verkauften Eintrittskarten einen ersten Höhepunkt erreicht.>

Siehe Kommentar 16.02.2012

II

Wie ich in meinem Gespräch mit dem Vertreter der BAZ sagte, bestand unser Problem bei der Bereitstellung der Hallen für die Uhren- und Schmuckmesse darin, dass es bei den x-quadratkilometer von Hallendächern immer wieder irgendwo hineinregnete und in letzter Minute mit hektischen Feuerwehrübungen geflickt und ebenfalls mit Alubändern geschmückt werden musste.

Leider nicht so kunstvoll wie die wunderbaren künstlerischen Aludekorationen von Herzog und de Meuron. Überhaupt blieb ja den Architekten bei der an sich am Standort der Messe beschränkt verfügbaren Grundfläche nichts anderes übrig, als die zusätzliche Ausstellungsfläche in der Höhe, also mit der Möglichkeit mehrstöckiger Stände durch eine genügend hohe Hallenhöhe als ein, genügend grosser <container>, wie Herzog seine Riesenhalle nannte, zu suchen. Das erlaubte den grossen und mächtigen Luxus-, Uhren- und Schmuck-Firmen gleich vom Haupteingang an eine <Wallstreetmässige Aneinanderreihung grossflächiger und mehrstöckiger riesiger Prestige-Stände, die auf einem grossen Teil der verfügbaren Ausstellungsfläche (nach Herzog 83 000 qm) für 6 Tage Messe aufgebaut und danach schleunigst wieder abzubauen sind.

Messemacher, überall auf der Welt, haben immer wieder das <Dafür >und das <Dawider> supergrosser und vor allem mehrstöckiger Aussteller-Stände diskutiert. Bei den grossen Weltausstellungen habe sich das bewährt, sagen die Dafür. Ja, für die übliche Dauer von 4- 6 Monaten, aber nicht nur für wenige Tage sei dies ein äusserst teuerer Spass und nur wenige Aussteller könnten sich den leisten, erwidern die Dagegen. Da nach der von uns bei der alten Muba vetretenen Politik, eine Messe, vor allem eine wirtschaftlich gerechtfertigte Fachmesse, mindestens 40-60% des auf allen Märkten vorhandene Angebots mindestens ebensoviel Einkäufern und Interessenten an einem Ort zu präsentieren sind, wird es zwangsläufig nie genügend Aussteller geben, die sich solche Millionen kostenden mehrstöckigen Stände leisten können. Gerade bei der Uhrenindustrie dürfen wird die Bedeutung der KMU nicht unterschätzen. Wie es der bekannte Ständerat und Vertreter der Jurassischen Ebauches Fabriken zu meiner Zeit, Sidney de Coulon, immer wieder betonte, steht und fällt die Zukunft der schweizerischen  Uhrenindustrie mit der Tradition und Kreativität  unabhängiger und nicht von den Grossen durch ihre Belieferungspolitik mit Ebauches, Rohwerken, Bestandteilen und Spezialitäten in ihre Superholdings hineingezwängter KMU: meist mittelgrosse fortschrittliche Manufakturen und vor allem die seit Jahren leider mit grossen Schwierigkeiten kämpfenden Etablisseure.

III

Je enger diese 20-30 m hohen Stockwerk-Stände zusammengerückt und die Gänge immer enger werden, desto mehr erfasst den Besucher ein beengendes Gefühl. Mit Hemmungen versucht er in solche Stände einzudringen, um etwas mehr von dem zu erfahren, was so spärlich in den Vitrinen gezeigt wird. Bei Konsumgütermessen, wo Besucher und Detaillisten gerne die angebotene Ware in nebeneinander offen liegenden oder leicht zugänglichen Ständen präsentiert werden und so auf einen Blick dem Konsumenten, Detaillisten, vor allem dem routinierten Einkäufer eine erste Beurteilung ermöglicht wird, sind mehrstöckige, in sich abgekapselte Stände viel weniger leicht zugänglich, viel umständlicher, zeitaufwendend und mühsam. Stundenlang in engen vielleicht elegant ausgestatteten Schauräumen oder Präsentations- und Verhandlungskabinen, mit Luftkühlung, künstlichem Licht und dumpfer Akustik wird die an sich schwierige und verantwortungsreiche Arbeit zu einem wahren Greuel. Und das für alle: Verkäufer und Käufer. Da geht es einem bei dem breit ausgelegten Automobilsalon in Genf viel, viel besser.

Herzog und de Meuron müssen das irgendwie gespürt haben und das ist wohl der wahre Grund für das grosse Loch in der Decke über dem Messeplatz – Ach, was für eine Erleichterung diese Ausweitung des Blicks, diese Entfernungen rundum und vor allem auch oben der blaue, graue oder regnerische aber immer doch der wahre Himmel – eine wahre Befreiung auch von den herumhastenden Geschäftemacher in den engen nur künstlich beleuchteten Gängen. Wieder das herrliche melodisch-lärmige Getümmel und Gemisch von Lachen, Reden eines echten Marktes spüren. Schliesslich sind ja Messen aus dem Marktgetümmel nach der Sonntagsmesse entstanden – nicht nur zum Kaufen und Verkaufen, sondern als Treffpunkt von Menschen.

Für uns, als wir die Muba gegen den Unwillen vieler Bürger während dem kalten Krieg Staatshandelsländern öffneten, China und die UdSSR im gleichen Ausstellungsgebäude plazierten, um sie an den Handel auf freien Märkten zu gewöhnen ging es um Treffpunkte zwischen Menschen, zwischen Ländern, zwischen politischen Färbungen jeder Art. Und als wir bereits vor Gorbatschow in unserem neuen Kongresszentrum eine Handelspartnertagung zwischen westlichen und östlichen Ländern durchführten, hatte uns bereits damals Robert Jeker als Tagungspräsident ausgeholfen.

Das Herauswachsen der Baselworld in ihrer heutigen prächtigen Form aus der kampfeserprobten Europäischen Uhren- und Schmuckmesse erinnert mich einmal mehr an meinen verehrten Lehrmeister Lao Tseu, der sagte:

<Die Gegenwart ist stets der Treffpunkt von Vergangenheit und Zukunft, wo das eine ohne das andere nicht möglich ist.>

   
China wieder auf dem Weg zum Reich der Mitte – diesmal unserer ganzen Welt? 21.02.13
   

I

Faszinierend der kürzlich im Fernsehen gezeigte Dokumentarfilm. Gleich wie die Shang-Dynastie 1700-1100 v. Chr. scheint es in unserer Neuzeit der Volksrepublik China von Mao zu gelingen, aus dem von Armut, Hunger und blutigen Revolutionen geplagten Land ein Imperium mit über 1,3 Milliarden Einwohnern (Statistik 2011) mit einer hypermodernen, straff organisierten Wirtschaft, einer gefährlichen Konkurrenzfähigkeit, einem wachsenden politischem Schwergewicht und der dazugehörenden Finanzkraft zu schaffen. Natürlich gibt es, trotz all dem Glanz seiner hypermodernen Infrastruktur, immer noch viele dunkle, ja sogar tiefschwarze Flecken von Armut und Elend in weiten Teilen dieses Landes und seiner weiterhin wachsenden Bevölkerung.

II

Wer die Gelegenheit hatte, im direkten Kontakt diese Entwicklung zu erleben, der ist von dem unglaublichen Tempo in einer ebenso unglaublichen Grössenordnung buchstäblich erschlagen. Als Direktor der Basler Messen öffnete ich Anfangs der 70iger Jahre die Muba einer Reihe von Staatshandelsländern, worunter China neben Russland und einer Reihe anderer Comecon Länder. Ich tat dies, wie es der damalige Präsident der Sowjetischen Handels- und Industriekammer Pitovranov so treffend formulierte, um den staatlichen und halbstaatlichen Exportgruppierungen die Gelegenheit zu bieten, sich an die Arbeit in der freien Marktwirtschaft zu gewöhnen, In China war es damals die allmächtige staatliche Organisation des China Council for the Promotion of International Trade.

III

So kam es, dass mit der Rückkehr von Deng Xiaoping (1976 und der definitiven Machtübernahme 1982) die wirtschaftliche Liberalisierung Chinas sich auch für deren jährliche Beteiligung an der Muba positiv auswirkte und für mich bis 1988 zu regelmässigen Reisen nach China führte. Von einem Mal zum anderen war ich immer wieder von den unglaublichen Fortschritten stark beeindruckt. Als aber 1987 ein Vizebürgermeister von Schanghai Regierungsrat Jenny und mir die Baupläne für die Errichtung all der heutigen Wolkenkratzer am „Bund“ zeigte, fanden wir dies in unserer damals noch vorherrschend westeuropäischen Überheblichkeit doch als allzu naiv. Reise nach Reise wurde ich aber immer wieder von der unglaublichen Schnelligkeit der Chinesen in allem und jedem eines Besseren belehrt. Als zum Beispiel 1976 die grösste Tanzgruppe Shanghais in unserem Muba Festsaal eines ihrer patriotischen Tanz- und Gesang-Schauspiele präsentierte, lachten wir alle darüber, dass die Tänzerinnen nicht mehr Haut als an den Händen und im Gesicht, dazu noch mit viel Schminke zugedeckt, zeigen durften.  Bereits sechs Jahre später (1982) war ich von den Miniröckchen, den wunderbaren Beinen, die Eleganz und Schönheit der Chinesinnen, befreit von den klobigen dunkelblauen oder grauen Mao Jacken und Hosen, begeistert. Überhaupt sind gerade die jungen Chinesen ein angenehmer, sportlicher und sympathischer Menschenschlag.

IV

So erging es mir in allem und jedem bei meinem Reisen nach China, Jahr für Jahr eine umwälzende Änderung nach der anderen bis zu der, für mich nach einem längeren Unterbruch besonders stark empfundenen Überraschung des eingangs gewährten Dokumentarfilms, der ein China nicht unserer schon auf die Spitze getriebene Modernität zeigt, sondern ein China, das in eine weit über unsere Gegenwart hinausgehende Zukunft weist. Ein Land, das sich von der Mitte Asiens mit langen gleissenden Fangarmen über die ganze Welt ausdehnt, mit seinen modernen Produkten und Maschinen, seinen suaven, stilgerechten, intelligenten und irgendwie gefährlich wirkenden Menschen, sich mit seinen überall und in allem und jedem investierten Geldern und implantierten Menschen in allen anderen Erdteilen festsetzt, buchstäblich einwurzelt und auch dort zum Mittelpunkt wird! Und das alles dank der modernen Elektronik und Lasertechnik und bald noch dank zahlloser anderer, uns überraschender wissenschaftlicher Entwicklungen.

V

Das alles in einem weit ausgedehnten und trotzdem äusserst feinmaschigen Netz, das aus uns anderen Erdbewohner Puppen oder die modernen „Kulis“ des neuen Reichs der Mitte machen wird, sofern nicht wie alles Übermächtige auch dieses Imperium bereits den Kern des eigenen Auseinanderbrechens in sich trägt. Hoffentlich das Auseinanderbrechen in seine ethnischen, kulturellen (sprachlichen) und wirtschaftlich lebensfähigen Länder und Völker, die zum friedlichen Zusammenleben besser geeignet sind als die heute immer noch unsere Welt beherrschenden Superblöcke.

   
Offener Brief an Adolf Ogi und Jakob Kellenberger 15.01.13
   

Bitte im Namen vieler älterer Bürger sich für eine Schweizer Initiative zur Gründung eines international anerkannten militärischen Schutzkorps Humanitärer Hilfe einzusetzen.

Als gestern Abend nach der Verleihung der Swiss Awards das Schweizer Fernsehen die gute Idee hatte, uns allen in einem ausgezeichneten Fernsehshot die beiden wichtigsten Würdenträger, Adolf Ogi mit dem Lifetime Award und Jakob Kellenberger mit der Auszeichnung für die Gruppe Politik zeigten, da blitzte es in mir auf.

Da sind sie ja die Schweizer Persönlichkeiten, die es braucht damit unser Land, gleich wie seinerzeit Henri Dunant bezüglich des IKRK, die inzwischen dringend gewordene Initiative für die Gründung eines unabhängigen, ausgezeichnet ausgebildeten und modern ausgerüsteten militärischen Schutzkorps für den Schutz Humanitärer Hilfe zu ergreifen: Jakob Kellenberger ein bodenständiger, erfahrener Diplomat, gleichzeitig eng vernetzt mit der weltweiten Rotkreuztätigkeit Adolf Ogi ehemaliger für unsere Milizarmee verantwortlicher Bundesrat, ein ruhiger aber hartnäckiger und über die UNO weltweit vernetzter Unterhändler sind beide noch geistig und körperlich in bester Form und in dem Alter, in welchem man auf immense Erfahrungen für eine bessere Zukunft aufbauen kann.

Die Zahl der über 90ig jährigen Bürger, die im letzten Krieg unzählige Tage für die  Bewachung und Vorbereitung der Wehrbereitschaft unseres Landes geleistet haben, glauben auch heute noch daran, dass wir mehr denn je eine wehrwillige und wehrfähige Schweiz brauchen. Nur eine Milizarmee, die möglichst viele Bürgerinnen und Bürger erfasst, welche die in der Bundesverfassung festgelegte Wehrpflicht als eines Bürgers Ehrenpflicht betrachten, wird letztlich den unsere Welt wie einen Tsunami überflutenden Terrorismus, mit seinen wild gewordenen Söldner-Horden abwehren können. Und nur eine solche Armee, entsprechend ausgebildet und ausgerüstet, kann den täglich um tausende und abertausende zunehmenden hilflosen und entwurzelten Menschen eine sichere humane Hilfe gewährleisten. Bürgersoldaten sind in Zeiten unsichtbaren und unfassbaren Terrors die einzig sichere Abwehr.

Ist es da wirklich ein so absurder Gedanke zu verlangen, dass gerade ein kleines, aber immer noch wehrwilliges Land, wie die bisher von der Not und Armut anderer verschont gebliebene Schweiz, mit der Aufforstung und Verstärkung ihrer Milizarmee gleichzeitig die Initiative zur Schaffung eines internationalen militärischen Schutzes humanitärer Hilfe und der Ahndung von Menschenrechtsverletzungen ergreift.

Seit meiner Jugend als Auslandschweizer in Bulgarien und später während den Studien und Aktivdienst in Bern, im diplomatischen Dienst der Schweiz und Messedirektor in Basel habe ich ständig für mehr Schutz und Hilfe für die schreckliche Ausmasse annehmenden Flüchtlingsströme geschrieben und Vorschläge für wirksame Massnahmen gemacht. Dank dem Schweizer Fernsehen wissen wir älteren Bürger nun wer den Geist von Henri Dunant weitertragen könnte. Sicher haben Sie sich schon seit langem mit diesem Problem befasst.

In der Hoffnung von Ihnen zu hören und herzlich Gratulation zu den Ehrungen vom letzten Samstag, den 13. Januar 2012 und freundlichen Grüssen Ihr Frédéric Walthard

Blog links:

31. Juli 2012 – Militärischer Schutz humanitärer Hilfe. Vorsatz würdig eines 1. August http://fwalthard.wordpress.com/2012/07/31/militarischer-schutz-humanitarer-hilfe/

28. August 2012 – Reaktionen und Antworten zur Idee eines Militärischen Schutzes Humanitärer Hilfe 
http://fwalthard.wordpress.com/2012/08/28/antwortjuli/

1. September 2012 – Fortsetzung zum Thema Militärischer Schutz Humanitärer Hilfe 
http://fwalthard.wordpress.com/2012/09/01/human-aid-security-agency-hasa/

   
   
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